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Choraltoccata "Omnium Sanctorum"

Ihr Freunde Gottes allzugleich
Entstehung: 1980
Dauer: 6:30 min.
Verlag: Schwann/Peters S 2394


Dr. Raimund Keusen über die Choraltoccata "Omnium Sanctorum" (Auszug aus seinem Vortrag über das Orgelwerk Schroeders):

Der Originaltitel lautet "Toccata", nicht "Partita". Dabei hat die Toccata auch etwas partitenhaftes. Der lateinische Titel deutet nur scheinbar auf Gregorianik hin; zugrunde liegt der Komposition die Melodie des Liedes "Ihr Freunde Gottes allzu gleich", im Gotteslob Nr. 608, in der Kölner Eigenfassung Nr. 960 (T: nach Friedrich von Spee, Melodie um 1600). An diesem Beispiel kann man noch einmal wie im Brennglas die Denkweise Schroeders bzgl. der liturgischen Funktion solcher Werke klarmachen. Schroeder schreibt in der Einführung:

"Diese Komposition lässt verschiedene Aufführungsmöglichkeiten zu:
1. Vollständiger Vortrag im Konzert sowie im Festgottesdienst; hier besonders geeignet als Vorspiel, welches einige Minuten vor dem feierlichen Einzug beginnt.
2. Aufteilung in Orgel-Versetten: Diese Versetten können an verschiedenen Stellen während des Gottesdienstes einzeln gespielt werden.
3. Eine besonders schöne Gestaltung ergibt sich bei der Mitwirkung der Gemeinde (Volksgesang). Der Organist leitet mit Versette I ein, daraufhin singt die Gemeinde die erste Strophe des Liedes mit gewohnter Orgelbegleitung. Die Orgel setzt solistisch mit Versette II fort und begleitet dann die Gemeinde bei der zweiten Strophe etc. Weitere Strophen und Versetten können auch an anderer Stelle des Gottesdienstes gebracht werden."

Will man noch ein beredteres Zeugnis für das, was Schroeders "liturgische Gebrauchsmusik" ausmacht? Originell ist hier übrigens noch, dass nur die 1. Versette den cantus ganz bringt. Versetten 2–5 bringen nur jeweils 1 Zeile des Liedes, sodass am Schluss noch einmal die Melodie zur Gänze zitiert worden ist.



Choralfantasie "O heiligste Dreifaltigkeit"
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