Gesellschaft
  Biografie     Werk     Termine     Orgelwettbewerb     Nachrichten     Diskografie     Bibliografie  
Veranstaltungen
22. Tagung 2017
21. Tagung 2016
20. Tagung 2015
19. Tagung 2014
18. Tagung 2013
17. Tagung 2012
16. Tagung 2011
15. Tagung 2010
14. Tagung 2009
13. Tagung 2008
12. Tagung 2007
11. Tagung 2006
10. Tagung 2005
9. Tagung 2004
8. Tagung 2003
7. Tagung 2002
6. Tagung 2001
5. Tagung 2000
4. Tagung 1999
3. Tagung 1998
2. Tagung 1997
1. Tagung 1996
Gründungsversammlung '95
Publikationen
Mitgliedschaft
Satzung
Vorstand & Beirat
Ehrenmitglieder
Allgemein:
Startseite
Kontakt
Impressum

1. HSG-Tagung 1996 in Regensburg

Nicht nur eine neue Gesellschaft

Erste Jahrestagung der Hermann-Schroeder-Gesellschaft in der Kirchenmusikschule

Der Komponist Hermann Schroeder (1904 - 1984) ist im allgemeinen nur Kirchenchorsängern und Organisten ein fester Begriff. Seine Bedeutung als Komponist und Hochschullehrer geht darüber aber weit hinaus. Er hat in Köln mehrere Generationen ausgebildet, insgesamt ca. 300 Werke für Chor-, Orgel- und Kammermusik geschrieben. Und letztlich war er von 1981 bis 1983 als Kompositions- und Theorielehrer noch an der Kirchenmusikschule in Regensburg tätig. Zu Regensburg hat er schon durch Theobald Schrems und die Domspatzen ebenso wie durch den Allgemeinen Cäcilienverband eine enge Beziehung. Es wurde deshalb als sehr sinnvoll angesehen, die erste Jahresversammlung der vor einem Jahr in Köln gegründeten Hermann-Schroeder-Gesellschaft in Regensburg abzuhalten. Dies geschah in Form der üblichen Mitgliederversammlung und mit einem Chor- und Orgelkonzert am Samstagabend in der Fachakademie für kath. Kirchenmusik und Musikerziehung. Dabei referierte Dr. Rainer Mohrs, ein Schüler und enger Vertrauter des Komponisten, sehr lebendig über das Leben und Werk, gewürzt mit vielen Anmerkungen aus seinen persönlichen Begegnungen. Der Chor der Kirchenmusikschule sang unter der Leitung von Direktor Hubert Velten mustergültig zwei marianische Motetten und das 6stimmige "Jauchzet dem Herrn" (Psalm 100), das Schroeder 1976 zum Jubiläum den Regensburger Domspatzen gewidmet hat.

Als zentralen Programmpunkt darf man die Wiedergabe der vier Marianischen Antiphone für Orgel sehen, die zum Besten gemäßigter zeitgenössischer Orgelmusik, die für den kirchlichen Gebrauch bestimmt ist, gehören. Die Mitglieder der Gesellschaft und die anwesenden Konzertbesucher waren mit einem Notenblatt versorgt und konnten so jeweils zu Beginn der einzelnen Stücke die gregorianischen Antiphone, aus deren musikalischem Material die Werke gestaltet sind, mitsingen. Die Antiphone wurden von Domorganist Franz Josef Stoiber und drei seiner Schüler sehr werkgerecht interpretiert.
Die Hermann-Schroeder-Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, das Werk Hermann Schroeders zu fördern und vor allem Kirchenmusiker, Chorsänger und andere Interpreten, aber auch die musikalisch interessierten Gottesdienstbesucher für seine Musik zu interessieren und aufnahmebereit zu machen. Dem Konzert nach zu urteilen, dürfte dies gelingen, so daß es hier um mehr als nur eine neue Gesellschaft geht. Die Tagung der Hermann-Schroeder-Gesellschaft hat auch auf die Programmplanung der Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Einfluß genommen, so daß in dem Gottesdienst am Sonntag im Dom St. Peter mit der Missa choralis von F. Liszt auch Chor- und Orgelmusik von Hermann Schroeder – wiederum vom Chor der Kirchenmusikschule und Domorganist Franz Josef Stoiber interpretiert – zum Erklingen gebracht wurden. FAS
(erschienen in: Musica sacra 166, 1996)