Biografie
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1904 bis 1945
1946 bis 1961
1962 bis 1984
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Braunfels, Walter

Walter Braunfels, geboren am 19. Dezember 1882 in Frankfurt am Main, gestorben am 19. März 1954 in Köln, studierte in Frankfurt bei James Kwast, in Wien bei Theodor Leschetitzky (Klavier) und bei K. Nawratil (Komposition). Seit 1905 studierte er bei Ludwig Thuille Komposition in München, wo er bis 1925 als freier Komponist und Pianist lebte. 1925 wurde er als Direktor an die unter Konrad Adenauer neu begründete Hochschule für Musik in Köln berufen, die er zusammen mit Hermann Abendroth leitete. Am 5. März 1933 verlor er aus politischen Gründen seine Ämter, Aufführungen seiner Musik waren während des Nationalsozialismus verboten. 1945 wurde er zum Wiederaufbau der Musikhochschule erneut nach Köln berufen und war deren Präsident bis 1950. 1946 holte er Hermann Schroeder als Lehrer an die Hochschule. Die letzten Lebensjahre verbrachte Braunfels in Überlingen am Bodensee.

Walter Braunfels' Musik umfasst die Gattungen Oper, Sinfonik, Kammermusik sowie geistliche Chormusik und ist stilistisch von der Musik Brahms, Pfitzners, aber auch vom Impressionismus Debussys beeinflusst.
Zu Braunfels Kompositionsschülern zählt auch Hermann Schroeder, der bei ihm vor allem Unterricht in Instrumentation hatte. 1926 machte Schroeder bei W. Braunfels auf unkonventionelle Weise seine Aufnahmeprüfung, nachdem er das Theologiestudium in Innsbruck abgebrochen hatte. Schroeder berichtet darüber: "Ich wollte unbedingt Musik machen, ging in Köln zum alten Braunfels und spielte ihm vor. Nach wenigen Takten sagte er, ich solle aufhören, der Termin zur Aufnahmeprüfung sei ohnehin schon vorbei, und ich würde sie sowieso nicht bestehen, aber er nehme mich auf." Braunfels stellte Schroeder dann die Aufgabe, über ein gegebenes Thema zu improvisieren und war von dem Ergebnis so überzeugt, dass er ihn aufnahm.

Sein Sohn Michael Braunfels wirkte übrigens als Pianist bei einigen Uraufführungen von Schroeder-Werken mit.

Werkauswahl

Opern "Die Vögel" op. 30 (1919), "Verkündigung" op. 50 (1935), "Der Traum ein Leben" op. 51 (1937), "Scenen aus dem Leben der heiligen Johanna" op. 57 (1943)

Te Deum op. 32 (1921)

Große Messe op. 37 (1926)

Variationen über ein Thema von Mozart op. 34 (1923)

Symphonia brevis op. 63 (1948) für Orchester

Streichquintett fis-Moll op. 63 (1945),

Streichquartette a-Moll op. 60 (1944), F-Dur op. 61 (19454) und e-Moll op. 67 (1947)




Braunfels, Michael
Bresgott, Klaus-Martin