Biografie
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1904 bis 1945
1946 bis 1961
1962 bis 1984
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Wirtz, Tiny

Tiny Wirtz studierte ab 1946 an der Kölner Musikhochschule Klavier bei Prof. Hans Anwander und gab bereits zuvor ihr Konzertdebüt mit Beethovens Klavierkonzert B-Dur unter der Leitung von Günter Wand, der sie immer wieder verpflichtete. Dies war der Beginn einer ausgedehnten Konzerttätigkeit, die sie in fast alle Länder Europas, nach Amerika und Ostasien führte. Tiny Wirtz spielte mit namhaften Orchestern und bedeutenden Dirigenten, wie F. Konwitschny, E. Szenkar, W. Sawallisch, W. Schüchter, C. v. Dohnányi, E. de Waart, L. Zagrosek.

Tiny Wirtz gilt als eine Wegbereiterin der Neuen Musik nach dem Zweiten Weltkrieg. Bereits als junge Pianistin hat sie Bernd Alois Zimmermann durch die Uraufführungen seiner Solo-Klavierwerke bekannt gemacht, später nahm sie sein gesamtes Klavierwerk auf CD auf. Hervorzuheben ist vor allem ihr Engagement für vom Jazz inspirierte Klaviermusik (Copland, Debussy, Hartmann, Hindemith, Schulhoff, Strawinsky). Mit Günther Wand und dem Kölner Gürzenich-Orchester spielte sie die deutsche Erstaufführung der "Vier Temperamente" von Paul Hindemith.

Als Professorin leitete Tiny Wirtz 1963-1994 eine Soloklasse für Klavier an der Kölner Musikhochschule und gab Meisterkurse an vielen deutschen Musikhochschulen, in Wien, Graz, Basel, Sofia, Shanghai sowie an Universitäten in Japan und Korea. Als Jurorin war sie bei vielen internationalen Wettbewerben tätig. Von ihr ausgebildete Pianisten sind in den USA, Japan, Korea, Österreich und Deutschland als Professoren tätig. 2000 erhielt Tiny Wirtz das Bundesverdienstkreuz I. Klasse. 1998 wurde bei der "Stiftung Archiv" der Akademie der Künste Berlin ein Archiv "Tiny Wirtz" eröffnet. Zu den zahlreichen Autographen und Dokumenten ihrer Sammlung gehört neben Klavierwerken und Briefen Bernd-Alois Zimmermanns auch das Manuskript der Klaviersonate von Hermann Schroeder.

Im Rahmen der 10. Jahrestagung wurde Tiny Wirtz im September 2005 mit der Ehrenmitgliedschaft der Hermann-Schroeder-Gesellschaft ausgezeichnet.

Uraufführungen von Schroeder-Werken

Sonate a-Moll für Klavier am 14.10.1947 in der Kölner Musikhochschule die

Konzert für Klavier und Orchester op. 35 am 22.1.1964 in Kaiserslautern (mit dem Rundfunksinfonieorchester des Südwestfunks unter der Leitung von Hermann Schroeder)

3. Klaviertrio op. 43 am 30.11.1967 mit Prof. Franz Klein (Klarinette) und Prof. Alwin Bauer (Violoncello)



Einspielungen

Cantabile 2008 Klaviersonate a-Moll, Klaviertrio op. 43, Klavierkonzert op. 35 (Tiny Wirtz u.a.)


Publikation zu Hermann Schroeder

Meine Erinnerungen an Hermann Schroeder, erschienen in: Mitteilungen der Hermann-Schroeder-Gesellschaft, Heft 4, 2005 [in Vorbereitung]



Wirth, Alain
Woll, Erna