Biografie
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1904 bis 1945
1946 bis 1961
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Dietz, Johannes Maria

Der Künstler Johannes M. Dietz wurde am 17.9.1930 in Saarbrücken geboren und starb am 3.12.2013 in Bernkastel-Kues. Ab dem 5. Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht und studierte 1952 Klavier an der Hamburger Musikhochschule. 1955-1960 wirkte er als Pianist in einer Jazzcombo, wandte sich aber 1955 der Malerei zu, angeregt von den in Bernkastel wirkenden Künstlern Bert Dörr und Josef Junk.


Foto: Eva-Maria Reuther

Ab 1958 folgten Einzelausstellungen und Beteiligung an regionalen und nationalen Ausstellungen, außerdem wurde Dietz Mitglied in der „Gesellschaft Bildender Künstler Trier“ und der „Europäischen Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen“. Es folgten Projekte „Kunst am Bau“ für Jacksonville und Miami City (Florida/USA) sowie in Idenheim bei Bitburg.

1972 wurde er zusammen mit den in der Region Bernkastel-Kues wirkenden Künstlern Bert Dörr, Theo Grumbach und Josef Junk Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Quadriga BKS“, außerdem Organisator der dortigen Galerie 555. Er wirkte bei allen Ausstellungen der Quadriga BKS mit.

1977 erhielt er ein Stipendium der Landesregierung Rheinland-Pfalz und nahm an der Sommerakademie Salzburg teil, wo mit dem Ehrenpreis der Stadt Salzburg für besondere Leistungen im Fach „Freie Malklasse“ ausgezeichnet wurde.

Johannes M. Dietz tritt außerdem als Jazzpianist auf und nahm mehrere Schallplatten und CDs als Jazz-Solopianist auf. Außerdem trat er als Autor von Kurzgeschichten und anderen literarischen Werken hervor.

In den Jahren 2005-2011 schuf Dietz einen Zyklus mit 30 Bildern zu Notenblättern des Komponisten Hermann Schroeder und bezieht sich dabei unter anderem auf Schroeders „Concerto da chiesa“ für Orgel und die Klaviersonate a-Moll. Schroeders formal und satztechnisch klare, vom Neoklassizismus geprägte Musik und die mit einem „Formenalphabet“ aus verschiedenen, der Geometrie, Architektur und Natur entlehnten Zeichen arbeitende Bildsprache von Johannes Dietz gehen dabei eine interessante Verbindung ein. Der Künstler sagt über sein Schroeder-Projekt:

„Es war mein Anliegen, mich mit der Musik dieses bedeutenden Künstlers unserer Region auseinanderzusetzen. Meine Kompositionen sind keine Illustrationen der Musik von Schroeder – sie sind gleichberechtigt und bilden durch die Verwendung des Notenpapiers mit der Handschrift des Komponisten eine Einheit. Der Untergrund meiner Bilder sind immer Kopien von Notenblättern – das Notenbild ist Teil der Komposition. Meine Formelemente = Akkorde = werden konsequent durchgespielt. Sie sind Kompositionen auf Kompositionen.“

Die Ausstellung „Formen - Farben – Töne, Bilder von Johannes M. Dietz zu Musik von Hermann Schroeder“ wurde vom 16.11.2012 bis zum 31.1.2013 im Cusanus-Geburtshaus in Bernkastel-Kues gezeigt und von der Herman-Schroeder-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Cusanus-Gesellschaft veranstaltet. (Dr. Rainer Mohrs)



Literatur

Marita Blahak, Trauer um Künstler Johannes Maria Dietz [203 KB] . In: Trierischer Volksfreund vom 8.12.2013

Rainer Mohrs, Formen, Farben, Töne. Bilder von Johannes M. Dietz zu Musik von Hermann Schroeder [698 KB] , in: Kreisjahrbuch Bernkastel-Wittlich 2015, S. 67-72

Hubert Portz, Tanz, Seele, tanz! Johannes Maria Dietz, Bert Dörr, Theo Grumbach und Josef Junk, 40 Jahre Quadriga BKS, Landau 2012 (Knecht-Verlag)

Eva-Maria Reuther, Voller Klang: Maler übersetzt Musik in Form und Farbe. Bilder von Johannes Maria Dietz in Bernkastel-Kues. [103 KB] In: Trierischer Volksfreund vom 11.12.2012, S. 24




Bresgott, Klaus-Martin
Euler, Lukas