Biografie
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1904 bis 1945
1946 bis 1961
1962 bis 1984
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ter Wey, Fritz

Professor Fritz ter Wey, geboren am 5.12.1943 in Aachen, studierte von 1963 bis 1967 Schulmusik an der Musikhochschule in Köln und wirkt seit 1994 als Professor für Chorleitung und Chorerziehung an der Musikhochschule in Detmold. Seine Arbeit als Chorleiter wurde wesentlich von drei Musikerpersönlichkeiten geprägt, die seine Lehrer und Vorbilder sind: Hermann Schroeder (Köln), Felix de Nobel (Amsterdam) und Eric Ericson (Stockholm). Bei Schroeder hatte er Unterricht in Musiktheorie und Chorleitung und war Mitglied in dessen "Madrigalchor der Staatlichen Hochschule für Musik Köln".

Fritz ter Wey ist Gründer und Leiter von drei international anerkannten Chorensembles: "der junge chor aachen" (seit 1966), der Chor "modus novus" (seit 1988) und das international besetzte Ensemble "vox europae" (seit 1982). Den Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt im Bereich der A-cappella-Chormusik des 19. und 20. Jahrhunderts. Viele Chorwerke wurden für seine drei Ensembles komponiert und/oder von ihnen uraufgeführt, darunter von Mauricio Kagel "Quirinus’ Liebeskuss" (2002) und von Heinrich Poos der "Brecht-Zyklus" (2007).
Unter den zahlreichen CD-Produktionen und über 60 Rundfunkaufnahmen sind insbesondere die Aufnahmen von Hindemiths "Messe" und 12 Weinheber-Madrigalen (1995), die erste Einspielung von Ernst Kreneks wichtigsten A-cappella-Chorwerken (2000) und die Aufnahme des gesamten Chorwerkes von Maurice Duruflé (2003) hervorzuheben.
Seit 30 Jahren ist Fritz ter Wey ein gefragter Kursleiter und Gastdirigent bei nationalen und internationalen Festivals. Seit 1982 wirkt er regelmäßig bei "Europa cantat", dem bedeutendsten europäischen Chortreffen, als Chor- und Workshop-Leiter mit, außerdem ist er ein geschätzter Juror bei zahlreichen Wettbewerben.

Fritz ter Wey hat regelmäßig Werke seines Lehrers Hermann Schroeder aufgeführt und nahm bereits um Mitte der 1970er Jahre beim WDR mit dem "jungen chor aachen" den "Mörike-Zyklus" für gemischten Chor auf. Anlässlich Schroeders 100. Geburtstag veranstaltete er am 9. Mai 2004 im Alten Kurhaus Aachen erstmals ein Konzert, das ausschließlich dem weltlichen A-cappella-Werk Hermann Schroeders gewidmet war und vom WDR gesendet wurde. Aus diesem Konzert entwickelte sich das Projekt einer CD mit Volksliedsätzen, die 2006 unter dem Titel "Schön ist die Welt. Volksliedvertonungen von Hermann Schroeder" erschien. Im Begleittext der CD schreibt Fritz ter Wey: "Für diese CD haben wir 20 Volksliedsätze Hermann Schroeders ausgewählt, die in exemplarischer Weise sein Schaffen auf diesem Gebiet ausweisen. Unsere Bewunderung für die künstlerische Substanz dieser musikalischen Miniaturen wuchs dabei von Probe zu Probe. Schroeders Volksliedbearbeitungen entpuppten sich als brillant gearbeitete musikalische Kleinode, die den Texten in kunstvoll variierter Strophenform detailliert nachspüren. Als Beispiele seien hier die Vertonungen von "Der Minnebote" und "Jetzt gang I ans Brünnele" genannt. Auch die schlichten Strophenlieder (wie zum Beispiel "Wie schön blüht uns der Maien" und "Wach auf meins Herzens Schöne" zeugen von hoher klanglicher Dichte und subtiler linearer Durchzeichnung des Satzes."

Einspielungen

der junge chor aachen Volksliedvertonungen von H. Schroeder (Ltg.: Fritz ter Wey)



Sturm, Kirsten (geb. Thur)
Thellin, Jean-Luc