Biografie
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1904 bis 1945
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Peeters, Flor

Flor Peeters (1903-1986) gehört zu den bedeutenden Komponisten katholischer Kirchenmusik im 20. Jahrhundert. Hermann Schroeder lernte den ein Jahr älteren belgischen Komponisten und Organisten 1934 auf der "Internationalen Gesellschaft für Erneuerung der katholischen Kirchenmusik" (IGK) in Aachen kennen und war ihm seither
freundschaftlich verbunden, wohl wegen der geistigen und stilistischen Verwandtschaft ihrer kirchenmusikalischen Kompositionen: lineare und polyphone Grundhaltung, Verwendung gregorianischer Themen, Erweiterung der Harmonik unter Wahrung des Prinzips der Tonalität, Orientierung an den konkreten Bedürfnissen der Liturgie. Flor Peeters schreibt darüber:

"J´ai rencontré Hermann Schroeder pour la première fois à l´occasion du "Neue katholische Kirchenmusik". Je regrette beaucoup ne pas avoir en plus de contact avec lui. (...) Pourtemps j´amais beaucoup Hermann comme compositeur et aussi pour sa personne. (...) J´ai joué souvent ses belles oeuvres avec beaucoup de plaisir. Ni Hermann ni moi avaient des problèmes pour la composition, on composait par nécessitée! (...) Dites bien dans votre dissertation que je l´amais beaucoup et que je l´admirais sons grand talent de compositeur."
Deutsche Übersetzung: "Ich begegnete Hermann Schroeder zum ersten Mal im Rahmen der Tagung "Neue Katholische Kirchenmusik". Ich bedaure sehr, dass ich nicht öfters mit ihm Kontakt hatte. Ich mochte Hermann sehr als Komponist und wegen seiner Persönlichkeit. Seine schönen Werke habe ich oft und mit viel Freude gespielt. Weder Hermann noch ich hatten Probleme mit dem Komponieren, man komponierte nach Bedarf!(F. Peeters, Brief an Rainer Mohrs vom 18.3.1986)

1937 komponierte Flor Peeters "Zehn Orgelchoräle" op. 39 (Schott) und widmete die Variationen über das Lied "Herr Jesus hat ein Gärtchen" Hermann Schroeder.
Beiden Komponisten hatten ein besonderes Verhältnis zur Orgel und waren selbst hervorragende Orgelinterpreten. Flor Peeters führte Werke von Schroeder auf und auch Schroeder spielte in seiner Zeit als Trierer Domorganist in einem Orgelkonzert in der Kirche St. Paulin/Trier am 12.12.1938 die "Variationen über ein altflämisches Lied" op. 20 von Flor Peeters. Daher entschied sich die Jury des Hermann-Schroeder-Orgelwettbewerbs, dieses Werk 2003 in Trier zum Pflichtstück zu machen – als Hommage zum 100. Geburtstag von Flor Peeters und zur Erinnerung an beide Komponisten.

Literaturhinweis: Rainer Mohrs, Eine belgisch-deutsche Freundschaft, Flor Peeters und Hermann Schroeder, in: Musica sacra 123, 2003, 15-19



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